Businessfotografie im Grossformat: Ein Blick hinter die Kulissen

Portrait-Foto-Sichtung des Fotografen mit einer Mitarbeiterin am Laptop direkt nach dem Shooting

Bildbesprechung mit Mitarbeiterin (Foto: Evelyn Harlacher)

Aktuell bin ich für die Nest Sammelstiftung mehrere Tage im Shooting-Einsatz. Das Projekt umfasst rund 60 Mitarbeiterportraits sowie Gruppen- und Leadership-Aufnahmen – alles direkt vor Ort und eingebettet in den laufenden Arbeitsalltag.

Während auf meiner Corporate Fotografie Website normalerweise die fertigen Bilder im Fokus stehen, möchte ich dieses Mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen geben. Denn die eigentliche Arbeit beginnt lange bevor die Kamera ausgelöst wird.


Mehr als nur ein Foto

Bei einem Shooting dieser Grösse geht es nicht nur darum, gute Portraits zu fotografieren. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, über viele Stunden hinweg einen konsistenten Bildstil sicherzustellen, effizient zu arbeiten und gleichzeitig jeder Person die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.

Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter bringt unterschiedliche Erfahrungen vor der Kamera mit. Manche fühlen sich sofort wohl, andere stehen nur selten vor einem Objektiv. Umso wichtiger ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der authentische Portraits entstehen können.


Gute Planung schafft Freiraum

Damit ein Shooting mit rund 60 Personen reibungslos abläuft, braucht es eine sorgfältige Vorbereitung. Lichtsetup, Hintergrund, Zeitplanung und Abläufe müssen so gestaltet sein, dass die Bildqualität vom ersten bis zum letzten Portrait konstant bleibt.

Ebenso wichtig ist die enge Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern vor Ort. In diesem Fall darf ich mit einem engagierten Team zusammenarbeiten, das die Organisation und Koordination hervorragend unterstützt. (Fotos: Evelyn Harlacher)

Mit Stefanie, der Verantwortlichen für Marketing und Kommunikation, habe ich das Shooting im Detail geplant: von der Bildsprache über die konkrete Location innerhalb der Büroräumlichkeiten bis hin zum Shootingplan mit den einzelnen Zeitslots für die Mitarbeitenden.

Während des Shootings unterstützt mich meine Fotografenkollegin Evelyn als Assistentin und Stylistin. Sie hilft beim Aufbau des Sets, empfängt die Mitarbeitenden, übernimmt kleine Touch-ups, pudert Glanzstellen ab und achtet darauf, dass Kleidung und Details perfekt sitzen.

Ein gutes Team ist die halbe Miete. Alleine wäre ein Shooting in dieser Grössenordnung kaum machbar – zumindest nicht mit derselben Effizienz und Qualität. Und nicht zuletzt überträgt sich die Energie eines guten Teams auch auf die Mitarbeitenden. Sie spüren den positiven Drive und werden dadurch entspannter, gelassener und natürlicher vor der Kamera.



Konzentration und Lachen gehören zusammen

Fotograf und Mitarbeitende lachend bei Bildbetrachtung des Business-Portraits

Gemeinsames Lachen trägt zur Qualität der Bilder bei (Foto: Evelyn Harlacher)

Was auf den Behind-the-Scenes-Bildern ebenfalls sichtbar wird und für mich besonders wichtig ist: Neben hoher Konzentration wird bei solchen Produktionen auch viel gelacht – ganz nach meinem Motto: «Foto-Shootings sollen Spass machen!»

Genau das macht am Ende den Unterschied. Menschen wirken vor der Kamera am besten, wenn sie sich wohlfühlen und Vertrauen fassen können. Ein lockerer Moment zwischen zwei Aufnahmen, ein kurzes Gespräch oder ein gemeinsames Lachen helfen dabei, natürliche Ausdrücke und eine authentische Ausstrahlung einzufangen. Das sieht man später auf den fertigen Bildern.




Nach dem Shooting ist die Arbeit nicht zu Ende

Die Bildbearbeitung gehört zu einem professionellen Shooting wie das Abschmecken zu einem guten Gericht. Ein RAW-Bild direkt aus der Kamera ist ein Rohling, der erst durch gezielte Bearbeitung sein volles Potenzial entfalten kann. ▶ Mehr zur Bildbearbeitung von Business-Portraits

Die besondere Herausforderung bei Projekten dieser Grössenordnung besteht zusätzlich darin, über die gesamte Portraitserie hinweg eine einheitliche Bildwirkung zu erzielen. Selbst wenn während des Shootings alles darangesetzt wird, die Aufnahmebedingungen konstant zu halten, verändert sich das Licht bei Produktionen vor Ort über Stunden oder sogar mehrere Tage hinweg.

Deshalb werden die Bilder im Nachgang sorgfältig aufeinander abgestimmt. Lichtstimmung, Helligkeit und Kontraste müssen so angepasst werden, dass am Ende ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

Genau hier zeigt sich oft der Unterschied zwischen einer schnellen Aufnahme und einer professionell umgesetzten Businessportrait-Serie.

Denn gute Businessfotografie entsteht nicht erst beim Auslösen der Kamera – sie entsteht durch Planung, Erfahrung, Kommunikation, die richtige Atmosphäre und eine sorgfältige Bildbearbeitung.

Business-Portrait Screenshots einer Lightroom-Serie vor und nach der Homogenisierung

Homogenisierung der Bildserie ist ein zentraler Arbeitsschritt zur Erreichung einer professionellen Bildwirkung.

Die fertigen Portraits und Gruppenaufnahmen werde ich zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls hier auf der Website zeigen.

Beispiele abgeschlossener Projekte finden Sie in meinem Portfolio Businessfotografie.




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